Wärmeerzeugung

2007 wurden zum zweiten Mal in der 50 jährigen Nutzungsdauer des Corbusierhauses neue Heizkessel beschafft. Die 1984 beschafften beiden jeweils 1.500 KW starken ölbefeuerten Niederdampfdruckkessel wurden gegen einen gasbefeuerten Niedertemperaturkessel mit 920. KW Leistung, einen gasbefeuerten Brennwertkessel mit 1350 KW Leistung sowie ein Blockheizkraftwerk (Kraft-Wärme-Kopplung) mit 50 KW elektrischer Leistung und 75 KW thermischer Leistung ausgetauscht. Die Reduzierung der Wärmeerzeugungsleistung  (Heizung und Warmwasser) wurde aufgrund einer genauen Ermittlung des Wärmebe-darfs für das Gebäude möglich.

Der Niedertemperaturkessel ist darüber hinaus mit einem bivalenten Brenner ausgerüstet, der neben Erdgas auch den Einsatz von Erdöl erlaubt.

Das Blockheizkraftwerk (Kraft-Wärme-Kopplung) ist so ausgelegt, dass es bei permanentem Betrieb (Sommer wie Winter, Tag und Nacht) den Strombedarf der Gemein-schaftseinreichtung, wie z.B. die Innenstraßenbeleuchtung,
die Treppenraumbeleuchtung und die Aufzüge deckt und den Wärmebedarf für die Zirkulation des Warmwassers.

Bereits zwischen 1958 und 1984 gab es zur Versorgung der Gemeinschaftseinrichtungen des Hauses zwei Dampfdrehstromaggregate, die schwerölbefeuert den elektrischen Strom erzeugten. Der Dampf wurde allerdings nur im Winter der Wärmeerzeugung zugeführt, im Sommer wurde er im einem Rückkühlwerk auf dem Dach kondensiert.

In den Wohnungen dienen sehr kompakte Konvektoren als Heizkörper, wobei die Konvektoren jeweils zweier Wohnungen über eine neben den Fenstern verlaufende horizontale Steigeleitung versorgt werden. Die Konvektoren sind mit Eternitplatten verkleidet.